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Was schließlich die Tarifverhandlungen betrifft, so liegt der Schwerpunkt auf Vereinbarungen auf Unternehmensebene in den etablierten Eisenbahnunternehmen, die direkt zwischen der Unternehmensleitung und den Gewerkschaften ausgehandelt werden, ohne dass die Arbeitgeberorganisationen beteiligt sind. Der Sektor hat jedoch einen hohen Anteil von Arbeitnehmern, die unter Tarifverträge fallen, da die etablierten Unternehmen normalerweise einen großen Anteil der Beschäftigung in diesem Sektor ausmachen. In Italien verfügt die FS-Gruppe über einen gemeinsamen Ausschuss für Chancengleichheit (der durch die nationale branchenweite Vereinbarung von 2003 geschaffen wurde), der jedes Jahr einen “Jahresplan der Tätigkeiten” überwacht. Im September 2010 unterzeichnete die FS-Gruppe die Charta “Chancengleichheit und Arbeitsgleichheit” (gefördert vom Ministerium für Chancengleichheit). Im Jahr 2010 nahmen die FS-Gruppe und die Gewerkschaften an einer Arbeitsgruppe zur Umsetzung der gemeinsamen Empfehlung von CER/ETF 2007 zur Vertretung und Integration von Frauen im Eisenbahnsektor teil. Einige Elemente der ETF/CER-Vereinbarung sind nicht in die Richtlinie aufgenommen (jährliche kontinuierliche Schulung oder Unterstützung von Fahrern bei Unfällen oder Zwischenfällen), sondern bleiben eine gültige autonome Vereinbarung zwischen den Sozialpartnern, die von den Sozialpartnern und den Unternehmen in den verschiedenen Ländern angewendet werden kann. Abgesehen von diesen beiden wichtigen Vereinbarungen über die Arbeitsbedingungen haben die europäischen Sozialpartner 2007 zwei gemeinsame Empfehlungen vorgelegt – eine zur Beschäftigungsfähigkeit und eine zur besseren Vertretung und Integration von Frauen –, obwohl EIM nur letztere unterzeichnet hat. Beide gemeinsamen Empfehlungen umfassen einen regelmäßigen Follow-up-Prozess. In Spanien hat die Liberalisierung des Sektors zu einer Differenzierung der Arbeitszeiten geführt. Obwohl die Arbeitszeiten nun jedes Jahr durch Tarifverträge festgelegt werden, werden Überstunden von öffentlichen und privaten Unternehmen unterschiedlich behandelt.

In einigen Ländern hatten der Umstrukturierungsprozess und die Wirtschaftskrise jedoch nur begrenzten Einfluss auf die Löhne (Norwegen), und 2010 und 2011 gab es sogar Zuwächse (Belgien, Frankreich, Italien, Litauen und Schweden). In der Tschechischen Republik blieben die Löhne 2010 auf dem Niveau von 2009 gemäß einem Tarifvertrag auf Unternehmensebene als Kompromiss, um Arbeitsplatzverluste aufgrund der Krise zu vermeiden. In Deutschland enthalten der Tarifvertrag von 1994 und der Db-Konzernbetriebsvertrag von 2006 eine Vorschrift für Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Eisenbahnsektor. In diesem Rahmen initiierten der Arbeitgeberverband der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister (Agv MoVe) und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ein Projekt (Quali X) für junge Eisenbahner.